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Düsseldorf, den 26.10.2011

„Vertreter Gottes“ fahren Phaeton


Der griechische Gott Helios, der den Beinamen Phaeton trug, soll einen Wagen mit vier Pferden gefahren haben. Eine ganze Menge für die damalige Zeit. Offensichtlich Grund genug für Bischöfe der christlichen Kirchen, sich mit ihren Dienstwagen von der Masse abzusetzen. Der evangelische Pressedienst (epd) berichtet in diesen Tagen über den hohen CO2-Ausstoß der „heiligen“ Karossen, nennt die Fahrzeugtypen, verliert aber kein Wort über die Autoklasse. Ralf Michalowsky, kirchenpolitischer Sprecher der Fraktion der LINKEN im Landtag von NRW: "Schon bei der ‚benebelten Fahrt‘ der Bischöfin Margot Käßmann im Februar 2010 war ein Phaeton im Spiel. Nun erfahren wir, dass mindestens zwei weitere Bischöfe, Overbeck und Meister, mit diesem 240-PS-Sechszylinder ihre Botschaft verbreiten."

"Inzwischen ist es auch kein Geheimnis mehr, dass die deutschen Bischöfe ihre Gehälter in Höhe von 12.000 Euro monatlich aus den Haushalten der Bundesländer beziehen. Alle Steuerzahler, auch die nichtkonfessionellen, zahlen damit für das Leben in Saus und Braus des göttlichen Spitzenpersonals, das aber seine ‚Schäfchen‘ gern zur Mäßigung und zum Konsumverzicht auffordert", äußert Michalowsky.

"Wenn die Kirchensteuerzahler es tolerieren, dann können die Bischöfe meinetwegen Ferrari fahren und das aus Kirchensteuereinnahmen (ca. 9 Mrd. Euro pro Jahr) bezahlen. Keineswegs wäre es jedoch hinnehmbar, dass die immerhin 30 % Konfessionslosen diesen Protz über ihre Steuern mitbezahlen.“

Zum Bericht des epd

22.12.2010

NRW-Atheisten: Handreichung für konfessionsfreie Schüler

Um den Jahreswechsel wählen viele Eltern die Grundschule oder suchen nach einer passenden weiterführenden Schule für ihre Kinder. Neben Bildungsangebot, Lehrerqualifikation und Erreichbarkeit ist auch die weltanschaulich-religiöse Ausrichtung ein wichtiges Kriterium für die beständig anwachsende Zahl nichtreligiöser Eltern. Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) NRW stellt in seinem Internet-Angebot einen Fragebogen für Eltern zur Verfügung, mit dem sie die Wahrung der Religionsfreiheit ihrer Kinder bei Schulleitungen erfragen können.

"Die Teilnahme am konfessionellen Religionsunterricht und Schulgottesdiensten ist für Schülerinnen und Schüler freiwillig. Das
regelt unser Grundgesetz. Viele Lehrerinnen, Lehrer und Schulleitungen verwenden bedeutenden Ehrgeiz darauf, die Freiwilligkeit der Teilnahme am Religionsunterricht zu behindern.

Hier werden die Grundrechte der nichtreligiösen Schüler massiv verletzt!" sagt IBKA-NRW Sprecher Rainer Ponitka. "Manche Grundschulen lassen Unterrichtsfächer beim gleichen Lehrer ineinander übergehen. Der Religionsunterricht hat keine verbindlichen Zeiten im Stundenplan. Es wird Eltern massiv erschwert, ihre Kinder vor religiöser Indoktrination zu schützen."

Dem Fragebogen liegt die aktuelle Gesetzes- und Erlasslage in Nordrhein-Westfalen zugrunde. Erfragt wird die Beaufsichtigung der konfessionsfreien Schüler zur Zeit des Religionsunterrichtes, die verbindlichen Zeiten des Religionsunterrichtes im Stundenplan, sowie die Häufigkeit von Gottesdiensten im Schulhalbjahr.

Ponitka weiter: "Der Religionsunterricht hat die Aufgabe, die Glaubensinhalte der Religionsgemeinschaften als bestehende Wahrheiten zu vermitteln. Das hat das Bundesverfassungsgericht 1987 bestätigt. Somit kann man den Religionsunterricht als pure Mitgliederschulung der Religionsgemeinschaften bezeichnen. Nirgendwo sonst im schulischen Bereich wird so viel kriminelle
Energie darauf verwendet, die bestehende Rechtslage zu umgehen und nichtreligiöse Menschen in der Ausübung ihrer Freiheitsrechte zu behindern."

Der IBKA in Nordrhein-Westfalen berät seit dem Schuljahr 2007/2008 nichtreligiöse Schüler, Eltern und Lehrer und unterstützt sie in der Wahrung ihrer Religionsfreiheit.

Über den IBKA:
Im IBKA haben sich nichtreligiöse Menschen zusammengeschlossen, um die Weltanschauungsfreiheit und die konsequente Trennung von Staat und Religion durchzusetzen.

Weiterführende Links:

Fragebogen für Eltern
http://www.ibka.org/frageGS-NRW 

Schulrundschreiben 2009/10
http://ibka.org/node/897 

AG Schule des IBKA
http://ibka.org/ag-schule 

Rainer Ponitka
IBKA e.V., Landessprecher NRW
Steinbach 19
51789 Lindlar
Tel.: +49-(0)2266-9015244
Mobil: +49-(0)170-8122250
E-Mail: presse-nrw@ibka.org
www.ibka.org/nrw

6.6.2010

Textilmuseum zeigt Trauerkleider des 19. und 20. Jahrhunderts 

Krefeld (epd). Unter dem Titel "Schwermut und Schönheit" zeigt das Deutsche Textilmuseum Krefeld seit Sonntag eine Ausstellung über Trauerkleider des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Die Schau in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium Deutsche Bestattungskultur zeigt prächtige Gewänder, die für das Museum of World Funeral Culture in Novosibirsk angefertigt wurden, wie das Museum erklärte. Die Kostüme seien nach Gemälden, Grafiken sowie echten Vorbildern nachgeschneidert worden.

>>> weiterlesen bei epd

20.12.2008

Handys als Grabbeigabe sehr gefragt
Bestattungsexperte: "Entwicklung ist durchaus zeitgemäß"


Hollywood (pte/20.12.2008/13:40) - In den USA zeichnet sich derzeit ein neuer Trend in der Bestattungsbranche ab. Wie das Nachrichtenportal Newsvine berichtet, ist es vor allem in Hollywood mittlerweile nämlich vielfach gang und gäbe, dass Verstorbene sich gemeinsam mit ihren technischen Lieblingsstücken wie Mobiltelefonen, MP3-Playern oder Handheld-Videospielkonsolen begraben lassen. "Es scheint, als ob jeder, der derzeit stirbt und unter 40 Jahren alt ist, sein Handy mit ins Grab nehmen will", erklärt Noelle Potvin, Serviceberaterin beim in Hollywood ansässigen Bestattungsunternehmen Hollywood Forever http://www.hollywoodforever.com

>>> Quelle: http://www.pressetext.ch/pte.mc?pte=081220007

21.03.2008

Ein Fußball als letzte Ruhestätte für Fans

Dem Fußball verbunden bleiben - auch nach dem finalen Schlusspfiff. Das ist in der Bundeshauptstadt ab sofort möglich. Denn die Bestattung Wien bietet erstmals eine Urne in Form eines Fußballs an. Die letzte Ruhestätte für Fans wurde anlässlich der EURO ins Sortiment genommen. Ein Bedarf, so wird bei der Bestattung versichert, ist vorhanden.

>>> mehr dazu

Waldbauer, Peter
Die Bestattungsmafia
Wie mit dem Tod Geschäfte gemacht werden


Ein Insider deckt Betrügereien bei Bestattungsfirmen auf und zeigt, wie man unseriöse Anbieter erkennt.

Umsonst ist nur der Tod? Mafiöse Machenschaften und skandalöse Praktiken bestimmen das Bestattungsgewerbe. Peter Waldbauer, jahrelang selbst in der Branche tätig, klärt auf über die unseriösen Tricks der Bestatterfirmen. Er enthüllt die Missstände, die in deutschen Leichenhallen, bei Bestattungsunternehmen und auf Friedhöfen herrschen. 
Der Autor stellt dar, wie sich Staat, Firmen und Privatmenschen an den Hinterbliebenen bereichern, indem sie schamlos deren Gutgläubigkeit ausnützen. Mit Ratschlägen für Angehörige, wie man sich vor skrupellosen Bestattern schützen kann

Produktinformation· Gebundene Ausgabe: 224 Seiten· 
Verlag: Herbig, F A; Auflage: 1 (September 2007)· Sprache: 
Deutsch, ca. 17,90 EUR.

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07.07.2007

Reutlingens vergessene Tote 

VON JOACHIM BAIER 

REUTLINGEN. Der Name auf dem verwitterten, windschiefen Holzkreuz ist nicht mehr zu entziffern. Daneben wuchert eine Zwergzypresse übermannshoch. Zwischen den Traubenhyazinthen hat sich Löwenzahn breitgemacht. Gras, Moos und welkes Laub bedecken den Boden. Rechts vorne steckt eine grüne Tafel: »Die Angehörigen werden gebeten, sich bei der Friedhofsverwaltung zu melden«. Ein Kindergrab auf einem Reutlinger Friedhof. Verwildert, verwahrlost, vergessen. 

Mit ein paar Mausklicks bekommt Jürgen Senft, Chef der 14 Reutlinger Friedhöfe, die Grabstätte und alle Details auf seinem Computer angezeigt. Da steht es, vor fast drei Jahren ist ihm der ungepflegte Zustand des Grabes bei einer Begehung aufgefallen. Auf mehrere Briefe an die Eltern mit der Bitte, das Grab zu pflegen oder einen Gärtner zu beauftragen, bekam er keine Reaktion. Die Angehörigen sind längst umgezogen.

>>> hier weiterlesen

4. November 2006

Bäume für die Seele
Kurenkreuze in Litauen erinnern an Verstorbene, die unter Bäumen begraben sind

Von Dirk Johnen / München/Nidda (epd)

In der Natur begraben zu sein, ist für viele Menschen heute wieder ein sehnlicher Wunsch. Friedwälder und Friedparks sind in jüngster Zeit bundesweit neu angelegt worden. Die letzte Ruhestätte mitten im Wald zählt zu einer jahrhundertealten Bestattungskultur. Baum-Friedhöfe finden sich etwa im osteuropäischen Litauen bereits im 17. Jahrhundert.

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5. Oktober 2006

Kostenunterschiede bei Friedhofsgebühren

Düsseldorf - Die Preise für Beerdigungen sind in den nordrhein-westfälischen Städten höchst unterschiedlich. Mancherorts liegen die Kosten der Bestattung um ein Vielfaches höher als in anderen Kommunen. Das ergab eine Studie, die der Bund der Steuerzahler (BdSt) und die Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas am Mittwoch in Düsseldorf vorgestellt haben. So kosten Grabnutzung und Bestattung in einem Erdreihengrab im sauerländischen Arnsberg 3539 Euro, im niederrheinischen Heinsberg dagegen nur 425 Euro. An der Befragung beteiligten sich 309 kommunale und 55 kirchliche Friedhofsträger.

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Die breit angelegte Auswahl der Texte und ihre kontrapunktische Anordnung nimmt einem Thema die Schwere, das uns mehr oder minder unmittelbar ein Leben lang begleitet.

 

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